Umwelterklärung
Ökologische Nachhaltigkeit

Umwelterklärung

In den ersten Jahren seit Einführung des Umweltmanagementsystems 2009 haben wir viele Dinge verändert, die zur Entlastung unserer Umwelt beitragen. Sehr wichtig ist uns dabei gewesen, dass unsere Mitarbeitenden im täglichen Bürobetrieb bei ihren vielfältigen Aktivitäten immer wieder neu darüber nachdenken, wie der Umweltschutz praktiziert und gelebt werden kann. Hierbei ist weiterhin ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ersichtlich, worauf wir sehr stolz sind.

Die vorliegende Neufassung der Umwelterklärung greift aktuelle Entwicklungen auf, die auch im Umweltportfolio sichtbar werden. Stand die Verbrauchsoptimierung in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt, werden wir uns zukünftig verstärkt den Themen Produktökologie im Wertpapier- und Kreditgeschäft sowie Mobilität und Gebäude widmen.

Wir sind überzeugt davon, dass auch dieses gemeinsame Handeln aktiv dazu beiträgt, nachhaltig Gutes zu bewirken – darauf freuen wir uns.

Wir investieren in gute Wege – die Bank für Kirche und Diakonie

Die Bank für Kirche und Diakonie resultiert aus der Verschmelzung von vier renommierten erfolgreichen Kirchenbanken, die sich im kirchlichen und diakonischen Umfeld über Jahrzehnte einen guten Namen geschaffen haben: der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eG (LKG Sachsen) mit Sitz in Dresden, der Bank für Kirche und Diakonie eG mit Sitz in Duisburg (BKD), der Provinzialkirchlichen Spar- und Darlehensgenossenschaft für die Provinz Sachsen mit beschränkter Haftpflicht (Prosparda) mit Sitz in Magdeburg, und der Evangelischen Darlehns-Genossenschaft eG in Münster (DGM).

Heute noch genauso aktuell lautet der Auftrag der Bank, Mitglieder und Kunden wirtschaftlich zu fördern sowie kompetent, ehrlich und fair zu betreuen. Sie wurde damals aufgrund eines Finanzierungsnotstands gegründet: Der Nicht-Finanzierungsbarkeit diakonischer und sozialer Projekte. Heute, vor dem Hintergrund der Globalisierung und der erlebten Krisen, ist es notwendiger denn je, der mangelhaften und einseitigen vertriebsorientierten Beratung unserer Kunden durch andere Finanzdienstleister eine Alternative entgegenzusetzen.

Im Jahr 2025 hat die Bank als Auftakt für die DNK-Berichterstattung freiwillig eine Analyse der Materialität durchgeführt und für folgende Themen eine Materialität festgestellt.

Nachhaltigkeitsthema
gem. ESRS 1 AR 16
Outside-in
(Risikoanalyse)
Inside-out
(Wirkungsanalyse)
Gesamteinschätzung
ESRS E1
Klimawandel
wesentlich wesentlich wesentlich
ESRS E2
Umweltverschmutzung
nicht wesentlich nicht wesentlich nicht wesentlich
ESRS E3
Wasser- und Meeresressourcen
nicht wesentlich nicht wesentlich nicht wesentlich
ESRS E4
Biologische Vielfalt und Ökosysteme
nicht wesentlich nicht wesentlich nicht wesentlich
ESRS E5
Kreislaufwirtschaft
nicht wesentlich nicht wesentlich nicht wesentlich
ESRS S1
Eigene Belegschaft
wesentlich wesentlich wesentlich
ESRS S2
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
wesentlich wesentlich wesentlich
ESRS S3
Betroffene Gemeinschaften
nicht wesentlich nicht wesentlich nicht wesentlich
ESRS S4
Verbraucher und Endnutzer
wesentlich wesentlich wesentlich
ESRS G1
Unternehmenspolitik
wesentlich wesentlich wesentlich

Für das Umweltmanagement der Bank ergibt sich aus der Wesentlichkeitsanalyse die Erkenntnis, dass die Bank insbesondere auf die Aktivitäten zur Erreichung der Klimaziele und die Begrenzung und Reduktion der Emissionen richten sollte, ohne die anderen Themen (z.B. Biodiversität, Umweltverschmutzung und Kreislaufwirtschaft) aus dem Blick zu verlieren.

Der Geltungsbereich für das Umweltmanagementsystem bezieht sich auf die zwei Hauptstandorte „Dortmund“ und „Dresden“.

Hauptstandorte der Bank

In das nachhaltige Umweltmanagementsystem der Bank werden alle Unternehmensbereiche einbezogen.

Seit Beginn des Jahres 2020 ist das mobile Arbeiten flächendeckend als fester Bestandteil in der Bank integriert. Hierfür liegen individuelle Bereichskonzepte vor. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess zur Büroflächenreduzierung auf die wesentlichen Standorte sowie der Ausbau von digitalen Prozessen ist implementiert.

Dortmund:
Die Hauptstelle am Schwanenwall 27 in Dortmund wurde in den Jahren 2005 und 2006 errichtet und im Februar 2006 von den Mitarbeitenden bezogen. Bereits im Rahmen der Planungen wurden Umweltaspekte berücksichtigt (z. B. Dachbegrünung oder moderne Klimasteuerung in den Büros). Das Haus wurde nach Niedrigenergiehausstandard errichtet. Zurzeit arbeiten 224,4 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente) in Dortmund.
Im Jahr 2018 wurden zusätzliche Büroflächen in einem Nachbargebäude (Geschwister-Scholl-Str. 22) angemietet. Zu Beginn wurden diese als Schulungsflächen für die anstehende Migration der neuen Bankanwendung genutzt. Mitte 2025 wurden ca. 50% der angemieteten Büroflächen gekündigt und die betroffenen Mitarbeitenden sind zurück ins Hauptgebäude gezogen. Die noch genutzten Flächen im Nachbargebäude werden sukzessiv gekündigt, da ein neues Raumkonzept im Hauptgebäude umgesetzt wird. Für die eigene Energieerzeugung wurde 2024 eine PV-Anlage in Betrieb genommen. Rund 7.000 KWh Strom konnten in 2025 durch die PV-Anlage erzeugt werden. Darüber hinaus wurden Ende 2025 zwei Windräder installiert.

Der bankeigene Ladepark für 12 Ladepunkte und weitere Parkmöglichkeiten für die Mitarbeitenden und Kunden mit einer Fläche von 2.039m²wurden in 2025 fertiggestellt. Hierbei wurden zudem 140 m² naturnahe Flächen errichtet.

Dresden:
Im Gebäude Kreuzstraße 7 in Dresden werden aktuell zwei Etagen von der Bank genutzt. Die Erdgeschossflächen und die Flächen im 2., 4. und 5. Obergeschoss sind vermietet.
Die Etagen 1 und 3 werden im Zuge eines neuen Raumkonzeptes auf der ersten Etage zusammengeführt. Mit Ausnahme des Sitzungsraumes auf der 3. Etage soll auch diese Fläche zukünftig vermietet werden.
Zurzeit arbeiten 22,7 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente) an unserem Standort in Dresden.

Kennzahlen der Gebäude:

Biologische Vielfalt

Das Grundstück in Dortmund ist aufgrund der Innenstadtlage grundsätzlich komplett versiegelt. Auf dem Dach befinden sich allerdings begrünte Flächen. Gleiches gilt für das Grundstück in Dresden. Das Innenstadtgrundstück in Dresden ist ebenfalls komplett versiegelt. Im Rahmen der Umgestaltung der bankeigenen Parkfläche wurden weitere Grünflächen geschaffen und eine entsprechende Bepflanzung umgesetzt. Die Bank ist gewillt, weitere Grünflächen zu schaffen und sich an ökologischen Projekten, die der biologischen Vielfalt dienen, weiterhin zu beteiligen. Hierzu steht die Bank im stetigen Austausch mit der Stadt Dortmund.

Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen

Es ist unser Anspruch, Spezialist in allen Finanzfragen für Kirche und Diakonie zu sein. Wir bieten unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu fairen Konditionen auf Basis eines vertrauensvollen Miteinanders - das ist die Prämisse, die unser Tagesgeschäft bestimmt. Wir bieten unseren Kunden das volle Spektrum des Bankgeschäfts, umfassende Produkte zur Geld- und Kapitalanlage, zur Investition und Finanzierung sowie zu einer professionellen Abwicklung des privaten und institutionellen Zahlungsverkehrs. Als Mitglied des Genossenschaftlichen Finanzverbundes und der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) bieten wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit und eine moderne, zukunftsorientierte technische Infrastruktur, die in Deutschland führend ist. Der für uns gültige NACE-Code lautet: 64.1 “Zentralbanken und Kreditinstitute“.

Kundenkreditgeschäft

Mit der Kreditvergabe, die eine weitere wesentliche positive Auswirkung (Inside-out-Perspektive) unseres nachhaltigen Handelns ist, begegnet die Bank dringenden sozialen Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel, der Urbanisierung und allgemeinen Themen wie Gesundheit und Bildung. Mit Krediten der Bank für Kirche und Diakonie werden z. B. soziale Projekte ermöglicht, die Energieeffizienz kirchlicher Gebäude verbessert oder neue, energieeffiziente Häuser und Wohnungen gebaut. Durch die Spezialisierung auf diese Zielgruppe sind die physischen und transitorischen Risiken im Kreditgeschäft (Outside-in-Perspektive) im Vergleich zu anderen Banken relativ gering.

Die Bank für Kirche und Diakonie hat sich das Ziel gesetzt, bis Ende 2022 eine Methode zur Messung der Klimaauswirkungen der Immobilien Ldes Kreditportfolios einzuführen, die dann die Steuerung im Einklang mit den nationalen und internationalen Klimazielen ermöglicht.

Treasury (Eigenanlagen)

Wir setzen den Nachhaltigkeitsfilter seit 2008 für die Eigenanlagen der Bank (Depot A) ein, um den verantwortungsbewussten Umgang mit den anvertrauten Vermögenswerten der Mitglieder und Kunden zu systematisieren sowie zu dokumentieren. Die Anwendung des Nachhaltigkeitsfilters wird jährlich durch eine externe Prüfungsgesellschaft überprüft.

Den Umfang der Nachhaltigkeitsberichterstattung über die Eigenanlagen bauen wir kontinuierlich aus. Seit 2022 beinhaltet die DNK-Erklärung Angaben zu den finanzierten Emissionen je investierter 1 Million Euro des Depot A.

Wertpapierangebote

Die Abteilung Nachhaltigkeit und Kundenwertpapiere ist die Schaltzentrale für die Integration nachhaltiger Aspekte in das Kundengeschäft mit Wertpapieren. Im Jahr 2022 wurde die Nachhaltigkeitspräferenzabfrage eingeführt und der bestehende Produktauswahlprozess analysiert. Der überarbeitete Produktauswahlprozess erfüllt die regulatorischen Anforderungen und stellt die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken sicher. Die letzte wesentliche Überarbeitung, bei der zum Beispiel die Ausschlusskriterien für fossile Brennstoffe weiter verschärft wurden, erfolgte im Jahr 2024. Der KD-Nachhaltigkeitsfilter ist auf der Internetseite der Bank einzusehen.

Umgang mit Ressourcen im Bankbetrieb

Für die Bank als Finanzdienstleister ist die Nutzung von Ressourcen ein eigenes, nicht unwesentliches Themenfeld. Allen Akteuren ist die Verantwortung bewusst, dass der globale Ressourcenverbrauch verringert werden und jeder einen Teil dazu beitragen muss.

Im Bankbetrieb liegt ein Fokus auf der Inside-out-Perspektive. Hier arbeitet die Bank fast ausschließlich mit regionalen Dienstleistern zusammen. Büromaterial, IT-Hardware oder auch Papier werden ausschließlich über nationale Unternehmen bezogen. Die elektrische Energie wird zu 100 % durch Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt. Die Wärmeenergie basiert auf Ökoerdgas und Fernwärme.

Seit 2008 kooperiert die Bank für Kirche und Diakonie bei der Beschaffung mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und dem Projekt "Zukunft einkaufen", welches sich vornehmlich an Kirchengemeinden und kirchliche Verwaltungen richtet. Die Mitarbeitenden der Bank sind aufgerufen, sich im Rahmen ihres Verantwortungsbereichs an den Empfehlungen des Projekts zu orientieren.

Auch in diesem Bereich ergeben sich durch die Nachhaltigkeitsberichterstattung zusätzliche Anforderungen. Informationen zu den Leistungsindikatoren für die DNK-Kriterien "Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen", "Ressourcenmanagement" und "Klimarelevante Emission (Scope 1, Scope 2 und Scope 3)" werden detailliert in der DNK-Erklärung der Bank dargestellt.

Für die Erhebung der Daten im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung 2025 hat die Bank eine Software der DG-Nexolution eingesetzt. Zukünftig werden die Kennzahlen in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall, Papier, Mobilität und THG-Emissionen nach dem Standard für die Bilanzierung von Umweltkennzahlen bei Finanzdienstleistern erhoben, die der Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) erarbeitet hat.

Engagement

Die Bank für Kirche und Diakonie betreibt auf vielen Ebenen Engagement:

Für die Aktienbestände in den Eigenanlagen der Bank wurde bei der Union Investment ein Voice- and Vote-Prozess implementiert. Institutionellen Kunden bietet die Bank die Einbindung in den Engagementprozess der Union Investment (Voice and Vote) für Spezialfondsmandate und Depot-B-Bestände an.
Die Bank beteiligt sich aktiv an den Engagementaktivitäten des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren in der EKD. Beispiele sind das Engagement für existenzsichernde Löhne in den Lieferketten und den Aufbau von Klimaberichterstattungssystemen.

Eigenes aktives Engagement für Themen des ethisch-nachhaltigen Investierens und in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, bei dem die Bank anlassbezogen auch mit anderen Kirchenbanken kooperiert, soll in den kommenden Jahren mit dem Ziel weitergeführt werden, dass beispielsweise in der genossenschaftlichen FinanzGruppe die Voraussetzungen geschaffen werden, die regulatorischen Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit ambitioniert umsetzen zu können.

Unsere Umweltleitlinien, die die Grundlage für unser ökologisches Engagement sind und an der sich unser Umweltmanagementsystem orientiert, haben wir erstmals im Jahr 2008 in Form von Umweltleitlinien festgehalten. Turnusmäßig wurden die Umweltleitlinien letztmals im Jahr 2025 einer kritischen Würdigung unterzogen.

Diese Leitlinien sind integraler Bestandteil der ESG- und Klimastrategie der Bank.

Wir gehen mit unseren Mitgliedern und Kunden aus Kirche und Diakonie als aktives Mitglied des KirUm-Netzwerks (Ökumenisches Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement) einen gemeinsamen Weg.

Wir wollen den ökumenischen und gesellschaftlichen Dialog fortsetzen, der im konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung begonnen wurde.

Wir wirtschaften dauerhaft sozialverträglich und umweltgerecht und fühlen uns den Klimazielen der Vereinten Nationen, der Bundesrepublik und der EKD verpflichtet.

Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt und das Klima weniger belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt dabei besondere Bedeutung zu. Wir vermeiden und verringern Belastungen und Gefahren für die Umwelt kontinuierlich und suchen Lösungen für den Klimaschutz sowie Anpassungen an den Klimawandel. Über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus setzen wir die bestverfügbare Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Waren aus fairem Handel. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ESG-Risiken und ESG-Kriterien.

Wir fördern das Nachhaltigkeits- und Umweltbewusstsein unserer Mitglieder, Kunden, Mitarbeitenden und Geschäftspartner.

Wir wollen durch aktive Mitarbeitendenbeteiligung hohe Umwelt- und Qualitätsstandards erreichen. Durch kontinuierliche Information und gezielte Qualifizierungsprogramme soll die persönliche Kompetenz im ESG-Bereich gestärkt werden. Damit streben wir eine Organisationskultur an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten aufbaut. Wir informieren regelmäßig über die Erfolge und die noch bestehenden Schwachstellen. Dabei suchen wir den Dialog mit der Öffentlichkeit und sind offen für Anregung und Kritik.

Die Bank für Kirche und Diakonie hat in ihrer ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie (KD-Nachhaltigkeitsfilter) für ihre eigenen Wertpapieranlagen ökologische Kriterien hoch gewichtet und Ausschlüsse für kontroverses Umweltverhalten und eine Divestmentstrategie für Fossile Brennstoffe formuliert. Wir unterstützen unsere Mitglieder und Kunden durch das aktive Anbieten von nachhaltigen Produkten (z.B. Finanzierungsprogramme für die energetische Sanierung von Gebäuden oder nachhaltige Fondsangebote). In unseren Veranstaltungen informieren wir regelmäßig über umweltgerechte und sozialverträgliche Angebote.

Unser ESG- und Klimamanagement lebt von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und kritischer Reflexion.

Mit unserem Umweltmanagementsystem nach dem EMAS-Standard streben wir eine ständige Verbesserung unserer Klima- und Umweltleistung an. Neben den Feldern Produktökologie, Gebäude, Energie- und Ressourceneinsatz, Kommunikation und Mobilität hat die stetige Reduktion der durch den Bankbetrieb entstehenden Treibhausgasemissionen eine große Bedeutung für uns. Wir analysieren unsere Leistungen sowie mögliche Klima- und Umweltauswirkungen, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche. Über unsere Treibhausgasemissionen (Scope 1 bis Scope 3) berichten wir umfassend im Rahmen in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den Vorgaben des DNK. Wir dokumentieren und überprüfen jährlich unsere Ergebnisse mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung.

Das Umweltteam der Bank für Kirche und Diakonie arbeitet seit Ende 2007 an der Verfeinerung des Umweltmanagementsystems der Bank. Im Jahr 2023 wurde das Umweltteam neu zusammengestellt und tagt seitdem mindestens vier Mal pro Kalenderjahr. Um zu gewährleisten, dass möglichst viele Aspekte bei der Planung und Realisierung der einzelnen Projektschritte berücksichtigt werden, ist es sehr wichtig, dass sich das Team aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Fachbereiche der Bank zusammensetzt. Im jährlichen Turnus führen wir interne System- und Rechtsaudits durch. Die Leistung des Umweltmanagementsystems wird vom Vorstand jährlich bewertet und kommentiert (Management Review).

Das Umweltmanagementsystem der Bank für Kirche und Diakonie wurde in einem Umweltmanagementhandbuch dokumentiert. Dieses Handbuch ist für alle Mitarbeitenden auf der unternehmensinternen Plattform elektronisch zugänglich. Bei Änderungen erfolgt eine entsprechende Benachrichtigung.

Kontextanalyse der Organisation und Rechtskataster

Gemeinsam haben die Verantwortlichen des Umweltmanagementsystems eine Kontextanalyse für die Bank durchgeführt und die relevanten Einflussfaktoren skizziert.

Darüber hinaus wurde neben der Umweltprüfung ein Rechtscheck durchgeführt, um mögliche rechtliche Veränderungen zu erkennen und schließlich angemessen zu berücksichtigen. Das aktuelle Rechtskataster mit Stand 06.03.2026 wurde hierbei ergänzend herangezogen. Es ergaben sich für die Bank keine wesentlichen Änderungen:

Einbindung von Stakeholdern

Die Bank steht aufgrund des hohen eigenen Anspruchs in Bezug auf nachhaltiges Handeln und ganzheitlicher fairer Beratung mit zahlreichen Stakeholdern in Kontakt. Folgende Stakeholder können hierbei benannt werden. Die Darstellung ist exemplarisch als Auszug der Stakeholder-Landkarte zu verstehen.

Umweltportfolio / Direkte und indirekte Umweltaspekte

Bewertung der direkten und indirekten Umweltaspekte

Im Folgenden werden die durch das Umweltmanagement identifizierten Handlungsfelder dargestellt. Hierbei konnten entsprechende Kategorien gebildet werden, welche die jeweilige Handlungsrelevanz der Umweltaspekte bewerten.

A = Besonders bedeutender Umweltaspekt von hoher Handlungsrelevanz,
B = Umweltaspekt mit durchschnittlicher Bedeutung und Handlungsrelevanz,
C = Umweltaspekt mit geringer Bedeutung und Handlungsrelevanz.

Die Erhebung und Bewertung von indirekten Umweltaspekten ist meist nur auf der Grundlage qualitativer Beurteilungen möglich, da diese in der Regel weniger gut quantifizierbar sind als die im Folgenden beschriebenen direkten Umweltaspekte. Um alle wesentlichen indirekten Umweltaspekte zu erfassen, wurden die Schlüsselprozesse in der KD-Bank analysiert. Diese wurden bereits in Kapitel 2.2 ausführlich beschrieben und in der obenstehenden Grafik in Kategorie A eingewertet.

Der Umweltaspekt „Lärm“ hat keine Relevanz.

Die Bewertung wurde nach unserer Einschätzung durch die Materialitätsanalyse, die wir im vergangenen Jahr vorgenommen haben, bestätigt.

Die direkten Umweltaspekte können hingegen anhand von Verbräuchen und Kennzahlen dargestellt werden:

Wärmeenergie

Erläuterungen:
Das Gebäude in Dortmund wird mit Ökoerdgas beheizt. Aufgrund verschiedener Witterungseinflüsse sowie der Installation einer Klimaanlage kommt es systembedingt zu Schwankungen im Energieverbrauch. Der Temperatursollwert liegt aktuell bei 21°C. Im Rahmen eines Temperaturkorridors von +/- 3°C können die Mitarbeitenden die Temperatur individuell regeln. Hier besteht kontinuierlicher Optimierungsbedarf. Am Standort Dresden wird Fernwärme genutzt. Gegenüber dem Vorjahr konnte am Standort Dortmund eine Reduktion der Wärmeenergie von rd. 6,0% erzielt werden. Die erhöhten Wärmebedarfe am Standort Dresden sind aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen am Gebäude zu erklären, welche nicht originär dem Bankbetrieb zuzuordnen sind. Der Vollständigkeit halber werden allerdings die Verbräuche umgelegt.

Elektrische Energie

Erläuterungen:
Die Bank für Kirche und Diakonie bezieht für alle genannten Hauptstandorte Strom aus 100% erneuerbaren Energien von der DEW21. Gegenüber des Vorjahres konnte am Standort Dresden eine Reduktion der elektrischen Energie von rd. 13,7% erzielt werden. Die ausgewiesene elektrische Energie am Standort Dortmund beinhaltet zudem die Lademende der bankeigenen Elektrofahrzeuge. Durch die Umstellung auf einen elektrifizierten Fuhrpark sind die Bedarfe an elektrischer Energie gestiegen.

Der Energieträgermix des örtlichen Grundversorgers (Residualmix) teilt sich wie folgt auf:

Quelle: https://www.dew21.de/geschaeftskunden/produkte/strom/grund-und-ersatzversorgung-strom

Wasserverbrauch

Erläuterungen:
Die Bank bezieht das Trinkwasser an allen Standorten über regionale Versorger. Dieses wird ebenfalls für die Bewässerung der in geringem Umfang vorhandenen Außenanlagen genutzt. Am Standort Dortmund verfügen alle WC’s über Wasserspartasten. Industriespülmaschinen in den Küchen sorgen für eine schnelle und effiziente Geschirreinigung. Warmwasser wird am Standort Dortmund über Untertischgeräte bereitgestellt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Wasserverbrauch des gesamten Bankbetriebs leicht um 2,6% erhöht. Dies ist zudem auf die notwendige Bewässerung der neuen Grünflächen der Bank zurückzuführen.

Materialeffizienz (Papier)

Erläuterungen:
Ein großer Verbrauchsfaktor ist bei der Bank für Kirche und Diakonie als Fernbank das Papier. Hierbei weitet die Bank kontinuierlich seit 2009 den Einsatz von Recycling-Papieren für alle Druckwerke konsequent aus. Die zunehmenden digitalen Angebote der Bank führen zu einem geringeren Papierverbrauch. Dieser Trend wird sich in den Folgejahren fortsetzen, da das Thema Digitalisierung von der Bank aktiv vorangetrieben wird. In den folgenden Jahren werden zudem der Kalenderversand sukzessiv zurückgeführt und Werbedrucksachen nebst Publikationen auf digitalen Wegen veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Erhöhung des Papierverbrauchs des gesamten Bankbetriebs von rd. 6,1% zu verzeichnen. Dies resultiert vor allem aufgrund des 100-Jährigen Bankjubiläums, für das die Bank eine umfassende Jubiläums-Chronik erstellt hat und an die Eigentümer und Kunden verschickt hat.

Verkehrszahlen

Erläuterungen:
Durch den Charakter als Fernbank und flächenmäßig breit agierendes Kreditinstitut sowie durch die im Jahr 2003 erfolgte Fusion zwischen den Standorten Duisburg und Münster, mit Konzentration am Standort Dortmund im Jahr 2006, wohnen die Mitarbeitenden der Bank zum großen Teil nicht am Arbeitsort. Dies hat zur Folge, dass der Pendelverkehr der Mitarbeitenden vergleichsweise hoch ist. Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens wird von den Mitarbeitenden grundsätzlich angenommen. Das von der Bank angebotene JobTicket sowie die Möglichkeit der Nutzung eines JobRads wurden von den Mitarbeitenden gut angenommen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Pendelverkehr um rd. 1,1% reduziert werden. Die Dienstreisen haben sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls reduziert.

Die Kunden der Bank haben Ihren Sitz bzw. wohnen in ganz Deutschland. Reisen sind vor allem im Bereich der Betreuung von großen Institutionellen Kunden nicht zu vermeiden. In einer Reise-Policy hat die Bank festgelegt, dass öffentliche Verkehrsmittel bei allen Dienstreisen vorzuziehen sind.

Bei der Anschaffung von Dienstwagen wird auf Verhältnismäßigkeit geachtet. In der Dienstwagenrichtlinie der Bank finden sich sowohl Maximalwerte für den CO2-Ausstoß als auch für den Verbrauch. Seit 2025 gilt für Dienstfahrzeuge die Regelung, dass neue Dienstfahrzeuge mit reine Elektroantrieb bestellt werden.

Die Bank führt zahlreiche Kundenveranstaltungen durch. Seit dem Jahr 2020 werden überwiegend Hybrid-Veranstaltungen angeboten, an denen in Präsenz oder per Videokonferenz teilgenommen werden kann. Um den Dienstreiseverkehr zwischen den Standorten und Repräsentanzen zu reduzieren, werden verstärkt Videokonferenzen eingesetzt. Der Bereich „Verkehr“ ist bei der Bank für Kirche und Diakonie ein großer Umweltfaktor. Im Umweltportfolio wurde dieser deshalb hoch gewichtet, um beim Pendel- und Dienstreiseverkehr weitere mögliche Optimierungspotenziale zu heben.

Abfallbilanz

Erläuterungen:
In 2025 hat die Bank die Müllentsorgung am Standort Dortmund komplett neu organisiert, neue Sammelcontainer angeschafft und die Mitarbeitenden geschult. Auf Papierkörbe und Müllbehälter in den Büros wurde komplett verzichtet. Hierdurch kann eine klare Mülltrennung gewährleistet werden. Im Keller stehen große Müllgefäße zur Entsorgung zur Verfügung (Datenschutzcontainer für Papier, gelbe Tonne für Wertstoffe, graue Tonne für Restmüll). In geringem Umfang fallen Batterien an, die gesammelt und getrennt entsorgt werden. Nach der Sortierung bzw. Trennung des Abfalls in der Bank wird die Wertstoff- und die Restmülltonne über den örtlichen Entsorger abgeholt und deponiert. Die Datenschutzcontainer werden ebenfalls in regelmäßigen Abständen abgeholt. Der Inhalt wird nach den Vorschriften des Datenschutzes zerkleinert, entsorgt und durch den Dienstleister weitestgehend recycled. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Abfall um 5,3% reduziert werden.

CO2-Emissionen

Erläuterungen:
Die Erfassung der CO2-Emissionen erfolgte mit dem Tool der „DG Nexolution“. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausstoß an CO2-Äquivalente in Tonnen um 6,8 % gesunken. Gründe hierfür sind vor allem der Ausbau des elektrifizierten Fuhrparks der Bank, sowie ein geringeres Pendelaufkommen der Mitarbeitenden. Wir führen für den aktuell nicht gänzlich vermeidbaren CO2-Ausstoß eine entsprechende CO2-Kompensation über die kirchliche Initiative "Klima-Kollekte" durch.
Als Spezialbank für Kirche und Diakonie ermöglicht die Bank mit den Produkten und Dienstleistungen, dass Kunden wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft übernehmen können.

Risiken- und Chancenanalyse

Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der potenziellen Auswirkungen auf Umwelt, Organisation und Interessengruppen.

Im Folgenden wird ein Auszug dargestellt:

A= große Eintrittswahrscheinlichkeit
B= mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit
C= geringe Eintrittswahrscheinlichkeit
A= große Eintrittswahrscheinlichkeit
B= mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit
C= geringe Eintrittswahrscheinlichkeit

Wesentliche Risiken ergeben sich insbesondere aus regulatorischen Anforderungen, den Folgen des Klimawandels, Reputationsrisiken sowie nachhaltigkeitsbezogenen Risiken im Kreditgeschäft. Demgegenüber stehen erhebliche Chancen durch Energieeffizienzmaßnahmen, Digitalisierung, nachhaltige Finanzierungsangebote sowie eine Stärkung der Marktposition als nachhaltige Genossenschaftsbank. Die identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen werden regelmäßig bewertet und in die Umweltziele sowie das Umweltprogramm integriert.

Ein gelebtes Umweltmanagement mit ambitionierten Zielen ist die Grundlage des Handelns. Mit dem dargestellten Umweltprogramm werden Ziele formuliert, die mit den beschriebenen Maßnahmen erreicht werden sollen. Ein stetiger Austausch zwischen den betroffenen Bereichen sowie der Anspruch einer kontinuierlichen Verbesserung der erreichten Meilensteine fördert die erfolgreiche Umsetzung des Umweltprogramms der Bank.

Kontaktdaten

Sie haben Fragen an die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank- zum Umweltmanagementsystem? Sprechen Sie Ihre Kundenberaterin oder Ihren Kundenberater einfach an oder wenden Sie sich direkt an den Umweltmanagementbeauftragten der Bank, Herrn Tammo Fehling.


Portrait Tammo Fehling

Tammo Fehling

Umweltmanagementbeauftragter
Tel.: 0231 58444-248
E-Mail: tammo.fehling@kd-bank.de

Siegel EMAS Geprüftes Umweltmanagement Reg. No. DE-118-00052